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Sprecher(in) und Anschrift Johannes Spatz,
( (030) 6321-4703, Fax: -1220
Giselly Leinenbach, (
(030) 897 49007 |
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| Presseerklärung |
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Berlin, 21.02.06 |
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| Philip Morris im Schafspelz | |
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Philip Morris spendet heute pressewirksam im Beisein von Staatssekretärin Susanne Ahlers (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen) im Roten Rathaus den gönnerhaften Betrag von 100.000 Euro an das Projekt BIG (Berliner Initiative gegen häusliche Gewalt). Damit versucht dieser Tabakkonzern sich ein menschenfreundliches Image zuzulegen. Diese großzügige Spende soll mobile Einsätze ermöglichen, die bei Sofortinterventionen helfen sollen, wenn Frauen Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Damit versucht der Konzern zu verschleiern, dass er für Elend und Tod von Tausenden von Frauen in Berlin mitverantwortlich ist. Phillip Morris missbraucht dieses Projekt als Teil seiner Strategie, gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten. Die Tabakindustrie wirbt gezielt um Frauen für ihre todbringenden Produkte. Die Ergebnisse aggressiver Zigarettenwerbung sind katastrophal: Das Einstiegsalter des Rauchens bei Frauen in Berlin ist von über 23 Jahren[1] in den siebziger Jahren heute auf 11,6 Jahre[2] gesunken. Inzwischen haben die Mädchen die Jungs beim Rauchen überholt. Während bei den Männern die Lungenkrebshäufigkeit seit Jahren zurückgeht, nimmt sie bei Frauen zu. Von diesen Folgen des Rauchens kann sich Philip Morris nicht freikaufen. Nach Auffassung des Forums Rauchfrei gehört die Betreuung von Frauen, die misshandelt wurden, zu den Kernaufgaben des Staates. Giselly Leinenbach, Sprecherin des Forums Rauchfrei, fordert die Senatsverwaltung auf, die Finanzierung des mobilen Einsatzes selbst zu übernehmen und der Tabakindustrie nicht zu ermöglichen, sich als spendabler Gönner bei diesem sozialen Projekt zu profilieren. Durch die bisherige Verweigerung des Staates, solche gesellschaftlich notwendigen Hilfsangebote zu finanzieren, wird eine Bereitschaft bei gemeinnützigen Projekten für die Entgegennahme von Geldern aus dem Verkauf von todbringenden Produkten erzeugt. Johannes Spatz, Sprecher des Forums Rauchfrei ist von der dringenden Notwendigkeit des mobilen Einsatzes überzeugt. Er verurteilt aber die Senatsverwaltung, dass es diese Abhängigkeit zulässt und nicht selbst die Finanzierung übernimmt. Verwerflich ist auch, dass sie sogar den pompösen festlichen Rahmen im Roten Rathaus im Beisein der Staatssekretärin für die Geldübergabe zur Verfügung stellt. Das tägliche Ziel dieser Tabakindustrie ist nicht, die körperliche Integrität der Menschen, insbesondere der Frauen zu stärken, sondern die körperliche und psychische Abhängigkeit von ihren Produkten zu erreichen. |
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Weitere Informationen bei: Giselly Leinenbach oder Johannes Spatz |
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