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Das Rauchen in
öffentlichen Einrichtungen soll nach dem Willen von
Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) verboten werden.
„Warum ist es bei uns erlaubt, in einem Krankenhaus oder einer
Pflegeeinrichtung zu rauchen? Warum auf dem Flughafen oder im
Bahnhofsgebäude?“, fragte er in der Bild am Sonntag.
Den Vorwurf der Intoleranz wies er zurück. In den USA, in Großbritannien
oder Italien beschwere sich niemand mehr über das Rauchverbot in
öffentlichen Räumen.
"Rauchen macht krank"
Der Staat müsse in
Freiheit und Verantwortung handeln. „Verantwortung immer dann, wenn es
um das Gemeinwohl der Menschen geht. Rauchverbot ist Gemeinwohl.“
„Rauchen macht krank und Mitrauchen, Passivrauchen auch“, sagte der
Minister. Mehr als 140.000 Menschen stürben jährlich an den Folgen.
Vor allem rauchende Kinder machten ihm größte Sorgen. „Ein Drittel aller
Jugendlichen greift zur Genussdroge. Deswegen ist es richtig, die
Tabakwerbung als größte Verführung einzuschränken.“
"Nichtraucher schützen"
Die Ministerpräsidenten
von Sachsen und Sachsen-Anhalt plädierten für ein Rauchverbot zusätzlich
auch in Gaststätten. In der Welt am Sonntag sagten Georg Milbradt
und Wolfgang Böhmer (beide CDU), sie würden eine entsprechende
Bundesratsinitiative begrüßen.
„Ich bin eindeutig für Rauchverbote“, sagte Böhmer. „Die Begründung
steht dafür auf jeder Zigarettenschachtel.“ Milbradt sagte, wer nicht
rauchen wolle, auch nicht passiv, müsse geschützt werden. „Dort, wo sich
Raucher und Nichtraucher nicht aus dem Weg gehen können, muss striktes
Rauchverbot gelten.“
Unterstützung für ein Rauchverbot kommt auch aus Nordrhein- Westfalen.
„Nichtraucherschutz hat oberste Priorität“, sagte der Minister für
Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann (CDU). Er sei offen
für eine Debatte über ein generelles Rauchverbot.
(dpa) |