Quelle: Tommie Sandefuhr, Geschäftsführer von Brown & Williamson (Beginn der 90er Jahre). Bericht von Jeffrey Wigand, 2004. Aus: „Das Geschäft mit dem Tod“ von Michael Adams, 2007
„Wenn man Jungs sieht – Leute, von denen man nicht annimmt, dass sie von Zigarettenfirmen als erste beworben werden – wie sie ausflippen wegen des Marlboro Typs, dann weiß man, das Ziel ist getroffen.“
Quelle: Manager von Philip Morris, Ende der 1950er Jahre
„In internen Dokumenten räumen die Beklagten ein, dass es für ihren Geschäftserfolg von entscheidender Bedeutung ist, Jugendliche zum Rauchen zu bewegen und ihren Anteil am Jugendmarkt zu halten und zu steigern.“
Quelle: Bundesgericht der USA, 2006
„Die Jugendlichen anzupeilen, kann effizienter sein trotz höherer Werbekosten, denn Jugendliche sind experimentierfreudig, üben größeren Einfluss auf Gleichaltrige aus als später im Leben und bleiben ihrer ersten Zigarettenmarke besonders treu.“
Quelle: Ein Manager von Philip Morris, 1957
„Wegen unseres hohen Anteils am Markt der jungen Raucher würden wir mehr als andere Zigarettenhersteller unter einer Verringerung der Zahl der rauchenden Teenager leiden.“
Quelle: Protokoll von Philip Morris, 1981
Folgende Strategien werden von der Zigarettenindustrie verfolgt, um Kinder und Jugendliche zum Rauchen zu verführen:
Nähe zu Schulen:
Häufig wird auf Werbetafeln und Fassaden von Tabakverkaufsstellen im Umkreis von Schulen oder auf dem Schulweg für Tabakprodukte geworben.
Tabakverkaufsstellen:
Kinder und Jugendliche werden in Zeitungskiosken, Verkaufsstellen für Süßigkeiten und Getränke häufig mit Logos von Tabakmarken, mit Werbetafeln und breiten Auslagen von Zigarettenpackungen auf Tabakprodukte direkt angesprochen.
Plakatwerbung mit jugendlich wirkenden Modellen:
Häufig wird für Zigaretten mit Personen geworben, deren Alter nicht genau erkennbar ist, da sie nur als Kontur, von hinten oder im Gegenlicht dargestellt werden. So wird gegen die Vorschriften verstoßen, keine jugendlich wirkende Modelle zu zeigen.
Plakatwerbung mit der Umwelt von Kindern und Jugendlichen:
Die Tabakindustrie stellt gerne die Abenteuerwelt von Jugendlichen dar.
Tabakwerbung wirkt auf jung und alt gleichermaßen:
Tabakwerbung mit der Umwelt von Erwachsenen ist in der Regel auch die Sehnsuchtswelt von Kindern und Jugendlichen.
Die meisten Logos von Zigarettenmarken wirken auf Kinder und Jugendliche verharmlosend, da sie nicht vor den Gesundheitsgefahren des Rauchens warnen.